Den Begriff Specialty Coffee (Spezialitätenkaffee, nicht zu verwechseln mit Kaffeespezialität) hat die amerikanische Specialty Coffee Association (SCA) nachhaltig geprägt. Er beschreibt Kaffee aus Bohnen von höchster Qualität und best bewerteten Geschmack. Typischer Weise fließt die gesamte Supply Chain in die Einstufung eines Kaffees als Specialty Coffee ein. Das bedeutet, dass ein Spezialitätenkaffee nicht nur unter überdurchschnittlich hohen Bedingungen angebaut und verarbeitet wird, sondern auch unter optimalen Konditionen zubereitet wird.

Um einen Kaffee als Specialty Coffee deklarieren zu dürfen, muss eine Jury ihn bei einem anerkannten Cupping (Kaffeeverkostung) einhellig mit mindestens 80 von 100 Punkten bewerten. Die Bewertung erfolgt anhand eines von der SCA festgelegten, objektiven Kriterienkatalogs, in dem alle Abschnitte der Kaffeeproduktion Berücksichtigung finden. Darunter auch zulässige Mängel beim Rohkaffee, Wasserstandards und Stärke des Kaffees. Auch für die Notenvergabe legt die Association strenge und klare Standards fest.

Spezialitätenkaffees können generell in jedem Anbaugebiet entlang des sogenannten Kaffeegürtels kultiviert werden. Besonders bekannt für Specialty Coffees sind die zentralen und südlichen Regionen Lateinamerikas, Asien und Afrika. Als der teuerste Specialty Coffee der Welt gilt der Panama Geisha, von dem ein Pfund für 800 US-Dollar über den Ladentisch ging.

Im Handel ist Specialty Coffee nur über ausgesuchte Verkäufer erhältlich. Auch in Coffeeshops ist Spezialitätenkaffees kein Produkt, das unbedingt in den gängigen Franchiseketten serviert wird. Indes hat die Third Wave Coffee Bewegung, die hochwertigen und unter nachhaltigen und fairen Bedingungen angebauten Kaffee fördert und fordert, die Nachfrage nach Specialty Coffee geschürt.

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