Der Begriff »Röstung« beschreibt einerseits den Prozess, bei dem grüner Kaffee in braune Bohnen verwandelt wird. Andererseits wird auch das Ergebnis dieses Prozesses als Röstung bezeichnet, wenn etwa von einer Espresso-Röstung oder einer hellen oder dunklen Röstung die Rede ist.

Bei der Röstung nehmen die grünen Kaffeebohnen zunächst die Hitze auf. Ab einer Temperatur von etwa 175°C geben sie Hitze ab. Ab da heizen sich die Kaffeebohnen sozusagen selbst und gegenseitig auf, was bedeutet, die Temperatur des Röstofens muss gegebenenfalls reguliert werden – je nachdem, welchen Röstgrad man erzielen möchte.

Der Röstgrad bestimmt beim Endprodukt die Einstufung in helle, mittlere oder dunkle Röstung. Je nach Röstung gilt Kaffee für bestimmte Zubereitungsarten als besser oder weniger gut geeignet. Als Faustregel kann man sagen, je dunkler die Röstung, desto kürzer der Kontakt mit Wasser bei der Extraktion.

Eine helle Röstung behält einen höheren Säure-Anteil, einen leichten Körper und kaum Röstaromen. Bei der mittleren Röstung sind die Zuckermoleküle karamellisierter, treten in den Vordergrund; die Säure indes in den Hintergrund. Das Ergebnis ist ein körperreicherer Kaffee mit leichten Röstaromen. Dunkle Röstungen werden schwerer und bittersüß.

Besonders bei mittlerer und dunklerer Röstung gibt es verschiedene Nuancen, die jeweils unterschiedliche Aromen zu Tage fördern. Den idealen Röstgrad muss der Röster gut abwägen, um das Geschmacksprofil des Kaffees möglichst ausgewogen und vollumfänglich, sowie zur Zubereitungsart passend zu gestalten.

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