Robusta ist neben Arabica die zweitbekannteste Art der Pflanzengattung Coffea. Ursprünglich stammt Robusta aus Zentral- und Westafrika, wird aber mittlerweile auch in Lateinamerika, allen voran in Brasilien, sowie in Südostasien angebaut, wo Vietnam mittlerweile zum weltweit führenden Robusta-Exportland aufgestiegen ist. Robustakaffees machen rund 40% der weltweiten Kaffeeproduktion aus. Im Vergleich zur meistverbreiteten Sorte, Arabica, verfügt Robusta über mehr Bitterstoffe und Koffein, sowie einen höheren Säuregehalt.

Ein Robusta-Baum kann bis zu 8 Meter hoch werden. Auf Kaffeeplantagen wird er meist durch Beschnitt kleiner gehalten, um die Kaffeekirschen leichter ernten zu können und den Strauch einfacher pflegen zu können. Robustakaffee gilt, wie es der Name erahnen lässt, als die robustere Kaffeeart, im Vergleich zu Arabica. Auch wachsen Robustasorten in geringerer Höhe, als Arabicas. Ihnen reicht eine Höhe von maximal 700 Metern aus. Deshalb wird bei Robusta auch von Tieflandkaffee gesprochen.

Aufgrund seiner widerstandsfähigeren Eigenschaften, gilt Robusta oftmals als der minderwertigere Kaffee, der vor allem für Blends verwendet wird. So findet sich etwa in handelsüblichem Espresso ein gewisser Robustaanteil, der darin für die typische Crema-Bildung verantwortlich ist. Es gibt jedoch durchaus Kaffeefarmer, die sich auf hochwertigen Robusta spezialisiert haben. Diese Spezialitätenrobustas sind aber meist nur in ausgewählten Geschäften erhältlich. Aufgrund seines hohen Koffeingehalts (doppelt so hoch wie bei Arabicas) gilt Robusta als idealer Kaffee zum Wachwerden.

Robusta ist kälteresistenter als Arabica, übersteht Dürrephasen besser und ist nicht so anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Außerdem werfen die Bäume mehr Ernte ab. Darum ist diese Kaffeeart einfacher und kostengünstiger anzubauen und zu pflegen, sowie zu verkaufen. Allerdings sind dies genau die Gründe, für die Robusta oftmals als minderwertig abgestempelt wird.

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