Eine French Press ist eine Pressstempelkanne, die, wie ihr Name erahnen lässt, vor allem in Frankreich verbreitet ist; oder vielmehr war, denn mittlerweile hat die French Press die Kaffeeküchen der ganzen Welt erobert. Der Ursprung der ersten French Press ist unklar. Vermutet wird, dass sie Mitte des 19. Jahrhunderts in der Tat in Frankreich erfunden wurde. Patentiert wurde sie allerdings im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts in Italien.

Die frühesten Stempelkannen bestanden aus einem Metall- oder Seihtuch-Sieb, das an einer Stange befestigt war. Zur Kaffeezubereitung wurde dieses rudimentäre Konstrukt in ein vom Durchmesser her passendes Gefäß mit heißem Wasser und geeignet gemahlenem Kaffeepulver gedrückt. Erst durch den Designer Faliero Bondanini durchlief die French Press diverse Konstruktionsänderungen, die er in den 1960er Jahren, unabhängig von der zuvor patentierten Version, als Eigenkonstruktion ebenfalls patentieren ließ. In Europa und Deutschland erfuhr die French Press einen Schub in Popularität und Verbreitung, als der dänische Küchengerätehersteller Bodum seine French Press auf den Markt brachte.

In ihrer modernen Ausführung besteht die French Press aus einem zylindrischen Behälter, auf den ein passender Deckel aufgesetzt wird, in den der Pressstempel samt Sieb eingearbeitet ist. Die French Press ist in unterschiedlichen Größen erhältlich, ebenso wie aus verschiedensten Materialien. Mittlerweile sind etwa auch Metallkannen auf dem Markt, die die Temperatur besser speichern, wodurch der Kaffee länger warm bleibt. Die klassische Variante hingegen besteht aus Glas mit einem Kunststoffdeckel. Die Filter sind in aller Regel aus Metall, manche Ausführungen bieten sie aber auch aus Nylon an.

Die Zubereitung in der French Press ist denkbar simpel. Die Kanne wird zunächst mit Kaffeepulver befüllt. Dann wird das Pulver mit Wasser bedeckt, umgerührt und ihm etwa 30 Sekunden Zeit zum Blooming gegeben. Danach wird das restliche Wasser eingegossen und der Deckel aufgesetzt. Etwa vier bis fünf Minuten später kann man den Kaffee nochmals umrühren, bevor man dann den Siebstempel langsam aber konstant nach unten drückt.

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