Arabica ist der Name einer Pflanzenart der Gattung Coffea. Landläufig ist man der Meinung, dass es sich bei Arabica-Kaffee um die erste, jemals gezielt kultivierte Kaffeesorte handelt. Arabica macht 60% der globalen Kaffeeproduktion aus. Arabica-Sorten sind weniger säure-, bitterstoff- und koffeinhaltig, als die in niedrigeren Gefilden heimische Robusta-Sorte.

Die Arabica-Pflanze wächst in freier Natur bis zu 12 Meter, auf Plantagen höchstens 5 Meter in die Höhe und wird dort meistens auf eine Wuchshöhe von 2 Metern gestutzt, um die Ernte zu erleichtern. Arabica wird meistens auf einer Höhe von ungefähr 1.300 bis 1.500 Metern angebaut, es gibt aber auch Sorten, die auf bis zu 2.800 Höhenmetern noch gut gedeihen, solange die klimatischen, meteorologischen und Bodeneigenschaften stimmen.

Arabica kommt mit kühleren Temperaturen zwar zurecht, Frost verträgt sie jedoch nicht. Am besten gedeiht sie bei konstanten Temperaturen zwischen 15°C und 24°C in tendenziell eher schattiger Umgebung. Zwar ist eine Arabica-Pflanze erst nach 7 Jahren geschlechtsreif. Sie entwickelt jedoch bereits nach 2 bis 4 Jahren erste kleine, weiße Blüten, deren sehr intensiver Duft an den süßlichen Geruch von Jasmin erinnern.

Wachsen aus diesen Blüten zu viele Kaffeekirschen, kann das die Qualität der Ernte beeinflussen, weil die Nährstoffe, aus denen sich die Aromen entwickeln, auf zu viele Früchte verteilt werden. Auch aus diesem Grund werden Arabica-Pflanzen auf Kaffeeplantagen in aller Regel gestutzt. Denn hat eine Arabica ein Mal sehr viele Blüten und damit Kirschen ausgebildet, wird sie das in den nächsten Jahren immer wieder tun, weil die Pflanze ihren genetischen Fortbestand über das eigene Überleben stellt.

Die Arabica ist die einzige Spezies der Gattung Coffea, die mehr als zwei Chromosomensätze in ihren Zellen besitzt. Genau genommen trägt sie ihre 11 Chromosomen in vierfacher Ausführung in ihren Zellen. Vermutlich ist das dem Umstand geschuldet, dass Arabica selbst ein Hybrid aus Coffea Canephora und Coffea Eugenioides ist, die jeweils doppelte Ausführungen ihrer Chromosomensätze besitzen.

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